Donnerstag, 3. September 2015
Angekommen!
Ich bin jetzt seit anderthalb Wochen in Ecuador und habe mich auch schon recht gut eingelebt.
Jetzt habe ich auch die Zeit gefunden um meinen ersten Bericht über meine Zeit nach Deutschland zu schreiben :)


Angefangen hat alles nach der Übernachtung in Frankfurt um 8:30 am Frankfurter Flughafen:

Endlich ging die 24 Stunden Reise über Miami nach Quito los. wir trafen uns mit den ganzen Truppen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch einem aus Luxemburg. Anfangs waren wir nicht nur die Ecuadorianer sonder reisten zusammen mit den Peruanern nach Miami, von wo aus sich beide Gruppen auf ihre eigenen Weg machten.
Auf dem Weg nach Miami hatten wir auch noch einen von AFS (Die Organisation mit der ich das Auslandsjahr mache) Gesandten dabei der uns bei der Lage in Miami helfen sollte.
Über einen Amerikanischen Flughafen zu reisen ist nicht so einfach da die Sicherheitsmaßnahmen dort extremisiert sind.

So muss man in Miami erst durch eine Personifizierte Kontrolle wo ein Visum Kontrolliert wird, was man selbst zur Durchreise benötigt und einem eine menge ziemlich schwachsinnige Fragen gestellt werden. Nach dieser muss man erneut durch einen Passkontrolle um anschließend sein Gepäck abzuholen und neu einzuchecken. ist das Gepäck dann eingecheckt muss man wieder durch die Sicherheitskontrolle (In Amerika muss man dort sogar die Schuhe ausziehen). Hat man alle diese Punkte endlich geschafft kann man nach langer Lauf/Fahrzeit sein Gate erreichen.

Dieser Weg wäre schon beschwerlich genug, hätte man nicht nur zwei Stunden Zeit, wie uns der AFS'er dringlichst vermittelte. "Ansonsten müsst ihr eine Nacht in Miami verbringen und Morgen einen anderen Flug nehmen", was ihm nach schon einige Male passiert sei. Dementsprechend froh waren wir als wir es schafften pünktlich am Gate zu sein.
Dort trafen wir dann auch die Gruppen aus Island, der USA und Kanada mit denen wir dann weiter nach Quito flogen.

23 Uhr Ortszeit wurden wir dann am Flughafen per Bus abgeholt und zum "Arrivel Camp" gefahren. Dort angekommen haben wir uns nur noch einen Bungalow zuteilen lassen und sind ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag war fast das ganze Camp durch Jetlags schon 2 oder 3 Stunden vor dem Frühstück auf den Beinen gewesen. Diese zeit wurde genutzt um sich gegenseitig kennen zu lernen und festzustellen wer in der selben Stadt unterkommen würde. Mein Ziel Esmeraldas ist anscheinend das beliebteste Ziel und ich wurde viel beneidet das ich dorthin fahren würde. Insgesamt betrugen wir an die 80 Schüler aus aller Welt, es waren Leute aus Island, Luxemburg, Vietnam, USA, Japan, Belgien, Italien, Frankreich, Schweiz, Österreich und noch vielen anderen da.

In diesem Camp geschah nichts wirklich nennenswertes, es wurden nur Informationen gegeben, die das Land und die Sitten erklärten. Die Stimmung hingegen war außerordentlich gut, da sich alle auf die Zeit und ihre Gastfamilien freuten.

Am Sonntag dann (nach 2 Nächten) ging es dann für alle in die Gastfamilien. Stündlich gingen also Vans, Busse und Taxis zu den Flughäfen nach Guayaquil, Latacunga, Salcedo, Guaranda, Quito, Machala und Esmeraldas. Unser Van nach Esmeraldas ging um 9. Die Ankunftszeit sollte 15 Uhr betragen, es wurde jedoch 18 Uhr, da unser Fahrer sich eine Stunde verspätete und die Fahrzeit länger als geplant war.

Als wir dann in Esmeraldas angekommen waren, wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt und nach dem Verabschieden von den anderen Austauschschülern ging es auch schon nach Hause. Dort wurde ich erst einmal allen vorgestellt.

ich hab eine Weile gebraucht bis ich die ganze Familiengeschichte hier verstanden habe. Wir wohnen in einem dreistöckigem Haus neben dem direkt noch ein anderes vom fast selbem Bau steht. In diesem und in dem gegenüber wohnt fast die ganze Familie von meiner Gastmutter. Ein wenig weiter weg wohnt dann auch noch die dritte Schwester von meiner Gastmutter, die mit ihrerer Familie fast jeden Tag hier ist. Es ist also ein ständiges ein und ausgehen, was mich ziemlich verwirrt.

Anfangs hat mich mein Gastvater ziemlich viel mit herum genommen. So waren wir Einkaufen, haben eine menge Leute abgeholt oder haben und einfach etwas angeschaut. Dadurch das er ein inaktiver Soldat hat er viel Zeit. Meine Mutter hingegen arbeitet gleichzeitig im Krankenhaus und als Lehrerin und ist deswegen viel unterwegs.

Die Menschen hier sind unglaublich nett und herzlich. Es wird eine menge Wirbel um mich gemacht und ich stehe immer im Mittelpunkt, was mir ehrlich gesagt manchmal zu viel ist. Auch auf der Straße falle ich immer auf.

Am 2.9 war ich auch schon in der Schule, seitdem aber leider nicht mehr, da dort etwas mit den Dokumenten nicht funktioniert hat und ich deswegen erst wieder am Montag gehen kann. Die Leute dort sind unglaublich nett und aufgedreht. Auch dort stehe ich wieder im Mittelpunkt und es gibt eine menge wirbel um mich. Man ist sofort eine kleine Berühmtheit, was sich sogar über die grenzen des Bekanntenkreises ausdehnt und ich so manchmal von Fremden gegrüßt oder angeschrieben werde. Meine Schuluniform hingegen ist der absolute Horror. Sie besteht aus einem weißen T-Shirt mit einem Jesus auf ihm, zusammen mit einer viel zu weiten Hose und grauenhaften Schuhen. Das T-Shirt muss dazu noch in die Hose gesteckt werden.

Ich denke ich habe für hier in einigen Punkten, eine eher untypische Familie, da viele Dinge auf die ich Vorfeld hingewiesen wurde hier absolut nicht zutreffen. So kann ich alles ansprechen was ich will und muss nicht so "indirekt reden" wie viele meinten. Meine Familie ist auch in keinster weise streng und ich kann, wenn ich auf irgendeine Party gehen möchte es einfach sagen und es wird mir erlaubt, ohne das ich es stück für stück ansprechen muss. Auch die Küche ist für jedermann immer zugänglich und nicht "Mutterreich". Es herrscht eine sehr angenehme lockere Atmosphäre.

Um noch einmal zur Natur zu kommen, diese ist hier wirklich wunderschön und grün. Die sehr bergige Landschaft zusammen mit dem beständigem Urwald ist wirklich toll. Die Temperaturen sind an der Küste sind wirklich hoch und zusammen mit der drückenden Luftfeuchtigkeit war es anfangs für mich sehr schwer. Im restlichen Ecuador ist es jedoch eher kühl, da Ecuador sehr bergig ist und so viele Städte, wie zum Beispiel Quito, sehr hoch liegen. Am meißten jedoch quälen mich die Moskitos, die hier viel kleiner und schneller sind. Ich bin mit meiner Haut ein gefundenes Fressen für sie...


Bitte entschuldigt eventuelle Rechtschreibfehler aber ich habe leider nicht die Zeit alles bis bis aufs Haar zu korrigieren :)

In den nächsten Tagen werde ich hier auch noch ein paar Fotos Hochladen.

Ich denke es sind viele Fragen offen, ich werde natürlich auf vieles in meinen nächsten Berichten noch eingehen, bin aber auch immer unter meine E-Mail Adresse eddi.haering@gmx.de zu erreichen.

Viele Grüße aus Ecuador,
Euer Eddi!

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Weiterhin guten Start, lieber Eddi
Wir haben uns sehr über Deinen Bericht gefreut.
Weiter so!
Hier kannst Du Fotos von unserem letzten Pizza-Essen betrachten:
https://www.dropbox.com/sh/jvcomfh15wy12ej/AABhLLX88XSlZBQtLXQkOcM8a?dl=0

Mach mal ein Selfie von Deiner "Arbeitskleidung".
Liebe Grüße
Oma Gila und Opa Zimmi

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Allet Jute
Danke für deinen neuen Bericht und Allet Jute zu'n Jeburtstach !!! Viel Spaß weiter an den blonden Vollprommi der equadorianischen Superschnecken ! Genieß die Zeit und nimm alles Interessantr auf was geht ! Liebe Grüße von Katja, Ingo, Emil und Janne aus Berlin !!

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