Donnerstag, 28. Januar 2016
Floated!
Hey there,

Eddi aquí, hablar in three Sprachen und be absolutely confundido.
Speutisch, die neue Sprache aller deutschen Austauschschüler!
Es passiert mir immer öfter das ich die Sprachen durcheinander bringe. Mit Familie und Freunden Spanisch, mit den anderen Austauschschülern Englisch/Deutsch, dabei kommt ein ein anstrengender Mix heraus.
Wie ich beim kommunizieren mit der Heimat immer wieder feststelle, geht mein Deutsch wirklich ein wenig ein. Oft muss ich lange nachdenken bis mir bestimmte Worte wieder einfallen, oder ich schreibe ein Wort so falsch, dass ich selbst lachen muss.

El Nino schlägt im Moment wirklich hart zu, Esmeraldas war stark überschwemmt, vor allem im Gebiet in dem ich lebe und am Fluss war es extrem. Wir liegen zum Glück ein wenig höher und sind Waden-hoch davon gekommen. Bei einer Freundin von mir, die einen Kilometer weiter wohnt stand es jedoch Hals-hoch und sie musste tatsächlich zur Schule schwimmen. Kam mir später dann ein wenig wie eine Lusche vor da ich bei Waden-höhe schon aufgegeben habe und zu Hause geblieben bin.
In diesen Gebieten wurden Häuser evakuiert und es gibt viele Probleme. Einige Schulfreunde müssen jetzt ein paar Nächte auf sehr nassen Betten schlafen und haben länger keine Technischen Geräte mehr.

Letzte Woche war das AFS-Midstay-Camp, was mir noch einmal vor Augen gerufen hat dass jetzt wirklich schon die hälfte um ist. Wieder sind alle 82 Austauschschüler zusammen getroffen und wieder hatten wir eine menge Spaß.
Ich dachte bevor ich losfuhr, wir müssten uns alle so sehr unterscheiden und anders sein. Jetzt wo ich hier bin und alle kennengelernt habe, merke ich dass das gar nicht stimmt. Klar, es gibt es Unterschiede in der Denkweise aber nichts was uns stark unterscheidet oder gar spaltet. Einzig Kontinent Unterschiede sind manchmal stark zu erkennen, die Japaner sind zum Beispiel sehr ruhig und zurückhalten wohingegen die Amis und meisten Europäer sehr offen sind.
Was doch auffällt ist der Stolz einer jeden Nation, bei einigen Ländern tritt das stärker hervor als bei anderen. Auch die vielen Sprachen ergeben immer lustige Situation, da jeder mit der Zeit einige Worte aus jeder kennt. Meist natürlich nicht die saubersten. Nur die Amis waren ein wenig außen vor, da sie ja keine eigene haben.

Dort hatte ich auch einen der meist beeindruckenden Momente meines bisherigen Lebens.
Morgens um neun ist eine Gruppe zu einem nahe gelegenem Wasserfall aufgebrochen (8 Kilometer weg). Das war einigen von uns jedoch zu früh (ich dazugehörig) und wir haben uns entschieden im Camp zu bleiben. Als wir dann um elf/zwölf alle wach waren haben wir uns dann doch entschieden hinter zu kommen und haben einen Einheimischen Truck für ein paar Dollar angetrempt, dass er uns mit zum Wasserfall nimmt. Wir haben und also zu zehnt hinten auf den Truck gequetscht und sind mitgefahren. Das Camp lag im Hochland, und man muss wissen das die Straßen dort immer am Berghang liegen, was heißt dass es links oder rechts der Straße Teils ein Kilometer Steiler Abhang ist.
Wir also alle hinten auf dem schäbigem Truck, uns irgendwie festhaltend um nicht runter zu fallen, links geht’s einen Kilometer runter, rechts der Dschungel überwucherte Hang, halb in den Wolken, extrem frische Luft und das alles in einem Affentempo. Das hat schon eine Menge eindruck bei mir hinterlassen.
Einer dieser Momente wo man das Leben wirklich spürt.

Der Wasserfall letztendlich war wirklich es wirklich wert hinterher zu kommen! In einem sehr kleinem Bergtal gelegen, mit unglaublich schöner Natur rings herum und wieder halb in den Wolken gelegen. Wie ein Isländischer Freund von mir sehr treffend sagte; "That's why I choosed Ecuador, VIVA LA VIDA!" (Es lebe das Leben!).

Karneval rückt auch immer näher, welche in Ecuador wirklich eines der größten Partys im Jahr ist. Alle sind super aufgedreht und bereiten sich darauf vor. Esmeraldas ist dazu ein ziemlicher Hotspot um zu Feiern, unsere Strände sind dafür sehr beliebt. Wo genau ich Karneval verbringen werde weiß ich noch nicht genau, entweder mit meiner Cousine oder meinem besten Freund. Mal sehen.

Seit dem 29.1 haben hier auch die 3 Monatigen Ferien begonnen. Was heißt dass ich zu dem Zeitpunkt an dem ich schreibe, schon eine Woche in den Ferien bin. Ab nächster Woche besucht mich eine deutsche Freundin, die im Moment in Guayaquil wohnt. Dann steht in den Ferien noch der lang ersehnte Amazonas Trip an. Alle Schüler die Lust haben melden sich an und dann wird anhand der Anzahlt entschieden wie viele Gruppen sich Bilden. Normalerweise fahren Küste und Innenland getrennt da wir andere Ferienzeiten haben.
Ansonsten lass ich die Ferien auf mich zu kommen und schau was passiert.

Da ich den Blog in Etappen schreibe, kann ich auch direkt über Karneval berichten.
Kurze zusammen Fassung: Absolut beschissenes Wetter (Tut mir leid für den Ausdruck aber es war wirklich genau so).
Die ersten Nächste sind absolut im Regen versunken und so habe ich nichts unternommen. Erst am Montag haben wir es dann versucht und sind zum Strand gefahren, haben aber auch das nach ein paar Stunden aufgegeben. Ziemlich schade eigentlich, alle haben sich riesig darauf gefreut.
Natürlich haben die hartgesottenden sich nichts sagen lassen und haben trotzdem wie immer gefeiert.

Und damit wieder schöne Grüße aus Ecuador!

-Eddi

P.S: oma_opa, ich habe die Anspielung mit der Mücke und dem Elefanten verstanden und musste sehr Lachen! :D

... link (1 Kommentar)   ... comment